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Mangel im Wohlstand

vor 10 Minuten
6 Min. Lesezeit
Gläserner Festsaal mit farbigen Fenstern, polierten Glocken, verzierten Tellern und einer dunklen Strassenszene im Glas, als Bild für Mangel im Wohlstand.

Wenn Bewertung den Blick auf Verzicht, Risiko und Zusammenbruch färbt

In der Kugel öffnet sich diesmal ein Saal aus Glas.

Hohe Fenster reichen in eine Kuppel, deren Scheiben in Rubinrot, Rauchblau, Gold, Smaragdgrün und milchigem Weiss liegen. Das Licht fällt in breiten Streifen auf lange Tafeln. Silbertabletts stehen bereit, polierte Glocken glänzen auf verzierten Tellern, in den Kristallgläsern spiegeln sich die Farben der Fenster. Servietten liegen zu Kunstwerken gefaltet auf hellem Tuch.


Alles trägt den Glanz von Fülle. Die erste Glocke wird abgehoben.

In der Mitte des Tellers liegt etwas undefinierbar Winziges, kunstvoll gesetzt. Begleitet von einem Tropfen Sauce, der daneben glänzt. Ein grünes Blatt steht aufrecht, als würde es den Reichtum einer ganzen Landschaft wiedergeben. Auf dem reich verzierten Porzellan zeigt sich mehr Kunst als Nahrung. Der Teller wirkt reich. Der Körper bleibt wach.

Wieder hebt sich Silber, wieder erscheint Schönheit unter einer neuen Glocke. Ein Bissen, ein Kreis aus Creme, ein Hauch von duftendem Gewürz, mit einem Rand aus Farbe. Die Gäste sitzen aufrecht. Besteck berührt Teller fast lautlos. Ehrfürchtig werden diese kleinen Häppchen auf die Zunge gelegt, wertschätzend genossen. Alles ist gepflegt, gemessen, kostbar.

Gang für Gang wird gebracht. Jeder Teller trägt eine eigene Idee. Jeder Bissen eine Absicht. Jede Pause legt ein wenig mehr Glanz auf die Tafel. Der Hunger wird feiner. Er rückt an den Rand, nimmt Haltung an, wird gesellschaftsfähig. Er lernt, still zu sitzen, während Schönheit serviert wird.

Am Ende des siebten Ganges liegt Licht auf Silber, Farbe auf Glas, Bewunderung auf leeren Tellerrändern. Im Körper bleibt eine Leere zurück, die kaum jemand anspricht.

So zeigt sich Mangel im Wohlstand: mitten im Glanz, zwischen Silber, Kristall, Porzellan. Er kommt in feinen Portionen, in kontrollierter Form, in einem Bild, das Bewunderung erhält. Die Tafel erzählt von Fülle. Der Körper empfängt ein Häppchen, eine Pause, eine weitere Idee von Schönheit. Aus Überfluss wird eine höfliche Leere, getragen von Noblesse, Schicklichkeit und Zugehörigkeit.

Eine Bewertung hat Essen verändert.

Aus Nahrung wurde eine Form. Aus Sättigung wurde Beherrschung, aus Hunger Disziplin. Der Verzicht wurde zum Zeichen für Stil, Schönheit, Gesundheit, Zugehörigkeit. Der Körper sitzt dabei am selben Tisch. Er zählt keine Bedeutungen. Er empfängt, was ankommt. Er trägt, was ausbleibt.

Das Silber glänzt weiter. Die Teller bleiben schön. Die Farben in der Kuppel verzaubern die Atmosphäre im Raum. Gerade darin liegt eine Schärfe. Das Bild braucht kaum Hässlichkeit, um riskant zu sein. Es darf schön sein. Es darf elegant bleiben. Es darf Zustimmung bekommen.

Der Körper fragt dennoch anders.

Er erkennt Hunger als Hunger, Entzug als Entzug, Erschöpfung als Erschöpfung, Zittern als Zittern. Ein Kreislauf wird durch Bewunderung kaum versorgt. Eine Schwäche bekommt durch ein Zielbild wenig Substanz. Ein Mangel im Körper verliert kaum Wirkung, weil er freiwillig gewählt wurde.

Da verändert sich das Licht in der Kuppel.

Zwischen Rubinrot, Gold und Rauchblau öffnet sich ein tieferes Bild. Die Szene einer Strasse in einer tiefschwarzen, mondlosen Nacht. Ein kalter Hauseingang mit Menschen, die nahe beieinander stehen. Hände umklammern zerrissene, schmutzige Taschen. Körper, die Unsicherheit kennen. Essen, Wohnen, Lebensgrundlage, Konsequenzen, Hunger, Leiden und Schmerz werden in diesem Bild getragen. Ein Ausdruck in einer sehr alten Sprache, die zum Überleben gehört.


Zwei Bilder stehen nebeneinander.

Der glänzende Saal mit den polierten Glocken auf reich verzierten Tellern.

Die dunkle Strasse mit der Angst vor Verlust.

Und dazwischen ein Pergament mit einer Beschreibung in geschwungener Schrift. Leuchtende Buchstaben auf zartem Papier beschreiben Gleichheit, in einer Polarität, die entfernter kaum sein könnte.


♾️✍🏼 Eure Furcht liegt immer im Überleben und in der Abhängigkeit von genug haben: Essen, Wohnen, Lebensgrundlage, in der Angst vor Konsequenzen, Hunger, Leiden, Schmerz.

Doch auch dies sind Erfahrungen, die ihr bewertet.

Ihr hungert auch in euren Bewertungen von Schönheit und Gesundheit, hungert über der Idee, dass euch ein Verzicht auf Essen guttut. Solange ihr Essen besorgen könntet, hält euch der Wille dabei, auch über Wochen nur Wasser trinken zu können. Ihr geht dabei Risiken ein, die ihr aufgrund eurer Bewertung ignoriert.

Wir kennen eure Gefühle, wohnungslos auf der Strasse zu sein. Wir können nachvollziehen, dass dies eine Vorstellung ist, die ihr zu vermeiden versucht. Doch die Risiken, die ihr in vielen eurer Handlungen eingeht, übersteigen das Risiko von Verlust und Armut.

Wir sind hier, um euch dabei zu helfen, den Fluss in eurem Leben zu erfahren.

Vertraut dem Guten. Vertraut in die Energie der Entwicklung und der Ausdehnung im Zusammenbruch. Taucht durch die Gefühle des Zusammenbruchs.

Es gibt keinen Weg dahin. Der Weg dient einer Vorstellung, euch aus dem Schmerz, aus der Schwere zu lösen. Er dient dazu, Entspannung zu erfahren und zu halten.

Doch die Emotionen brauchen keinen Weg. Gefühle brauchen keinen Weg. Sie sind.

Auch im finsteren Keller ist Liebe möglich. Oder habt ihr euch noch nie in einem dunklen Winkel versteckt, damit euch niemand erwischt? ✍🏼♾️


Mangel im Wohlstand zwischen Festsaal und Strasse

Der Saal wird nach diesen Worten stiller.

Bewertungen legen Farbe auf Bilder. Schönheit legt Gold auf Verzicht. Das satte Grün der Gesundheit verdeckt ein dumpfes Grau von Leere. Ein warmes Rot von Zugehörigkeit legt sich auf ein kaltes Blau der Einsamkeit. Kontrolle zieht harte Linien durch das Bild. So entsteht ein Fenster, durch das Hunger anders aussieht. Nicht mehr wie Verlust, nun eher wie Wille. Nicht weiter wie Gefahr, jetzt eher wie Stärke. Nicht fortwährend als Armut, nun eher wie Veredelung.

Nur der Körper sitzt weiter in all diesen Bildern. Versunken in neutraleren Farben, die genährt von Vertrauen, befreit von Vorstellungen, Bewertungen und Wegen sein Wesen bereichern.

Der Zusammenbruch öffnet sich hier als stille Lösung, getragen von einer universellen Kraft, die tiefer wirkt als Wille, Glanz und Furcht.

Eine neue Stabilität, getragen von einer universellen Kraft, die tiefer wirkt als Wille, Glanz und Furcht, so dass sich der Zusammenbruch hier als jene stille Lösung öffnet, die wie ein ruhiger Boden unter dem Körper liegt, als weiter Strom durch die Bilder fliesst und in ein Vertrauen übergeht, das den Körper aus der Anstrengung nimmt, aus dem Halten eines Bildes, aus dem Folgen einer Richtung, aus dem Suchen nach einem besseren Ort.

Unter all diesen Farben bleibt das Feld gegenwärtig, sammelt den Raum, hält den Atem, trägt den Körper durch den Moment des Sinkens, während im Zerfallen der Kämpfe, im Lösen der Vorstellungen, im einfachen Sein der Gefühle jene Ausdehnung beginnt, in der der Körper im Zusammenbruch der Bewertungen eine neue Stabilität erfährt.

An dieser Stelle hat die Geschichte viel Verborgenes gezeigt, denn der Körper steht mit Hunger und Mangel im selben Risiko, verwurzelt in Bildern vollkommener Gegensätzlichkeit, in denen der Hunger im Saal Glanz trägt und auf der Strasse Angst, festgehalten aus der Furcht, Wohlstand verlieren zu können, oder stehend im Kampf für etwas Besseres, obwohl der Körper beide über dieselbe Wahrheit kennt.


Darin liegt die Schärfe dieser Woche, in der der Mensch den Zusammenbruch eines Bildes fürchtet, das Sicherheit, Schönheit, Zugehörigkeit, Gesundheit und Wohlstand verspricht, während der Körper zeitgleich Wege trägt, die schwerer wiegen als der gefürchtete Ausgang, so dass der Kampf für das eine Bild genauso zur Belastung wird wie der Kampf gegen das andere Bild.

An dieser Stelle darf das Vertrauen beginnen, von dem das Feld spricht, indem der Reichtum genauso zusammenbricht wie die Armut als Vernichtungsbild, die Schönheit als Beweis ebenso wie die Gesundheit über Kontrollverhalten, bis im Zusammenbrechen der Kämpfe und der emotionalen Ladungen in den Bildern der Körper endlich Raum erhält, aus ihnen herauszutreten.

Ein Weg, den der Wille sucht, entsteht so rein aus einer Vorstellung von Schmerz und Schwere, genährt von der Angst, irgendwo anders sein zu müssen – in Entspannung, in Lösung, in Entwicklung, in einem Zustand, der besser aussieht als das, was gerade da ist – und lässt die Trennung schwinden zwischen Festsaal oder Strasse.

Der Mangel ist in beiden gegeben.

Die Worte aus dem Feld führen tiefer.


♾️✍🏼 Emotionen brauchen keinen Weg. Gefühle brauchen keinen Weg. Sie sind. ✍🏼♾️

Sind Mängel aus einer edlen Form weniger schädlich als Mängel aus Angst? Würden wir den Küchenchef in diesem Saal einfach bitten, den Teller zu füllen, sobald Hunger da ist, falls unter diesem Glanz keine Angst liegen würde?

Vertrauen in den Zusammenbruch bedeutet hier: Dem Guten Raum geben, während ein Bild seine Macht verliert. Der Körper darf seine Anstrengung ablegen. Das Einhalten der Etikette verliert im Vertrauen in den Zusammenfall seine Macht, sowie auch der Schrecken vor der Strasse seine Kraft verliert.

Der finstere Keller am Ende des Channelings bringt diese Bewegung fast spitzbübisch zurück. Ein dunkler Winkel trägt Schrecken, doch er kann auch Versteck sein für den Genuss eines ganz besonderen Moments.


Mitten im einfachen Sein der Gefühle öffnet sich jener sorgfältige Rahmen, den ein sensibles Thema verdient. Besonders dort, wo beim Lesen Körper, Erinnerung, innere Bilder und alte Spannung berührt werden.

In einem persönlichen Kontakt darf in Ruhe und mit Achtung vor deiner Geschichte Raum finden, was um Aufmerksamkeit bittet. Eine für dich passende Möglichkeit findest du über meine therapeutischen Angebote oder über die Kontaktseite.


Die geführte Visualisierung Fensterbilder lädt dazu ein, die Bilder und Gedanken, die sich im Inneren zeigen, achtsam wahrzunehmen. Wie ein Blick durch ein buntes Kirchenfenster können Erinnerungen, Gefühle und neue Perspektiven sichtbar werden.

Die Reise greift die Themen dieses Erlebens in Ruhe auf und steht als freier Impuls auf YouTube sowie auf meiner Webseite bereit.

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Holografische Flügel in sanfter Bewegung, Symbol für Heilung und Transformation

Andrea Tschanz

Schmerztherapie & Ganzheitliches Heilen

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