Kritik verstehen

Wie Gefühl und Bewertung verändern, was wir hören
Ein Tonfall kann reichen.
Noch bevor der eigentliche Satz ausgesprochen ist, steht innerlich schon etwas auf. Eine Erwartung, eine alte Gewohnheit, ein schnelles Zusammenzucken. Du wirst gerufen, und im Ton liegt schon die innere Antwort.Was ist denn jetzt schon wieder?Was habe ich denn jetzt schon wieder angestellt?
So ist Richtung gegeben und die Energie für das kommende Gespräch schon eingefärbt. Der Inhalt der Worte fällt auf eine Energie, die den Verlauf prägt.
In den gechannelten Informationen ist für mich klar, dass es sich nie um Kritik und Bewertung von Verhalten handelt. Kritik verstehen zeigt sich in einer emotionalen Ladung, die eine Aussage bekommt, sobald Gefühle, Erwartungen und Bewertungen mitwirken. In den Worten aus dem Feld ist eine Neutralität enthalten, die mir auch in alltäglichen Situationen oft hilft, die Emotion zu erkennen, ihr auszutreten oder auch dazu zu stehen. So nehme ich Kritik heute eher aus einer gewissen Distanz wahr. In dem Gefühl von: «Warum sagt die Person das? Es ist doch offensichtlich, dass …» versuche ich zurückzugehen und spiele mein Verhalten, das zu dieser Aussage geführt hat, noch einmal durch. Oft sehe ich dann, was mein Gegenüber zu dieser Spiegelung bewogen hat, die sich für mich wie Kritik anfühlt. Natürlich gelingt mir das längst immer. Sobald ich bereits in einer gespannten Emotion bin, verbindet sich eine Aussage sehr schnell mit einer vorgefassten Kritik.
Doch was kann sich öffnen, wenn ich in diesem Moment die Ladung der Kritik zur Seite schiebe, sie als Hinweis oder Spiegel betrachte? Was könnte sie mir ermöglichen zu erkennen?
Kritik verstehen im Feld der Erinnerung
Letzten Monat haben wir den Rahmen des Spiegels als Platzhalter für die Ursachen angesehen, den Spiegel selbst zeigte unser Verhalten. Auch in den Fensterbildern sind diese Aspekte nun in einem anderen Bild wiederzufinden. Welche Bewertungen und Ansichten führen zu den Ergebnissen meiner Erfahrung? Die Fensterbilder öffnen nun eine Ebene, die ich bisher eher dem Unterbewusstsein zugeordnet hätte. Alte Erfahrungen, innere Bilder, gelernte Reaktionen, gespeicherte Ladungen. Das Feld erklärt, dass auch wir auf diese Informationen im Feld zugriffen.
Die Fensterbilder öffnen damit nun eine Ebene, die ich bisher eher dem Unterbewusstsein zugeordnet hätte: alte Erfahrungen, innere Bilder, gelernte Reaktionen, gespeicherte Ladungen. Das Channeling spricht hier von tief gelagerten emotionalen Erinnerungen, die in bestimmten Situationen wieder zugänglich werden. Die Fensterbilder öffnen damit nun eine Ebene, die ich bisher eher dem Unterbewusstsein zugeordnet hätte: alte Erfahrungen, innere Bilder, gelernte Reaktionen, gespeicherte Ladungen. Damit verschiebt sich mein Blick über das sichtbare Verhalten zu einem inneren Bild, das durch Situationen emotionale Einfärbung zuweist. Erinnerung erscheint hier weniger als gespeicherte Geschichte, sie wird zu einem emotionalen Feld, das durch die Geschichte wieder betreten wird. Auf diese greifst auch du im Feld zu, jedoch deine Interpretation lässt aus dem Gefühl heraus eine ähnliche Situation entstehen.Hier die Worte des Feldes
♾️✍🏼Euer Gehirn ist auf Vergessen ausgelegt. All das, was du nicht brauchst, wirst du irgendwann vergessen. Hier sind tief gelagerte emotionale Erinnerungen, die du in bestimmten Situationen erinnern kannst. Auf diese greifst auch du jedoch im Feld zu, und deine Interpretation lässt aus dem Gefühl heraus die Situation entstehen.
In der Situation sind jedoch auch ganz viele Missverständnisse möglich. Deine emotionale Ladung hat Mitwirkungskraft. So erinnerst du dich an einen Streit und bewertest diese Ungerechtigkeit zu deinen Gunsten. Würdest du sie tatsächlich sehen, oder würdest du andere Fragen stellen? Würden sich Details zeigen, die du in der aktuellen Bewertung übersiehst? Du denkst, es war so. Doch war es wirklich so?
Du hast eine gute Erinnerung an Plätzchenbacken mit der Oma oder der Mama, während Musik lief und ihr eine gute Zeit miteinander hattet. War dir auch der Hinweis, du sollst sorgfältiger ausstechen und weniger Teig stehen lassen, egal? Du hattest eine emotionale Stabilität, die dich im guten Gefühl bleiben liess. So kannst du die Situation anders bewerten und nimmst Kritik anders an.
Du bearbeitest die Sammlung von Ereignissen wie Fensterbilder, die du übereinander platzierst, bis sie nicht mehr zu erkennen sind und kein Durchblick mehr möglich ist. Du hattest immer sehr grosse Fenster. Wir möchten dieses Bild etwas korrigieren.
Stell dir vor, du hast ein Fenster mit vielen kleinen Scheiben. Jede Emotion, die du ausdrücken kannst, hat ihr eigenes Fenster. Nun hast du ein Erlebnis. Dieses Erlebnis ordnest du einer Emotion zu und platzierst es auf das zugewiesene Fenster. ✍🏼♾️
Ein Streit zeigt, wie Erinnerungen sich selbst bestätigen. Aus der Ladung heraus findet sich eine Erfahrung im Feld aus dem was zur Ladung passt: in den Färbungen der Ungerechtigkeit, des Tons, der Blicke,
Beim Plätzchenbacken trägt ein anderes Feld. Musik, Nähe, Wärme, gemeinsames Tun. Ein Hinweis, sorgfältiger auszustechen, fällt in diese Energie und verpufft. Er verpasst den Zugriff in die Handlung, das Selbstbild und bleibt ein beiläufiges Wort im gemeinsamen Tun.
Im Kern landet Kritik selten nur im heutigen Moment. Sie berührt das Fensterbild, durch alle übereinander gelagerten Schattierungen derselben Emotion. Je nach Ladung wird aus einem Hinweis eine Kränkung, aus einer Korrektur ein Angriff, aus einem Satz eine alte Geschichte.
Kritik verstehen beginnt dort, wo ich erkenne, welche Bilder gerade mitfärben.
Der fehlende Durchblick
In meiner Vergangenheit als Tagesmutter hatte ich immer Wohnungen mit sehr grossen Fenstern. Wie das mit Kleinkindern so ist, sind leere Fenster nie sauber. So hatte ich jeweils ganz viel Deko in den Fenstern. Mal ein Aquarium aus Wachspapier, mal eine Osterwiese aus Watte-Schafen und Fellhasen mit bunten Eiern und Blumen. Mal Mosaike aus Fingerabdrücken oder Adventskalender aus Window-Color-Farben, die sich bis Weihnachten zu riesigen Kunstwerken zusammengefügt haben.
So ungefähr habe ich mir das vorgestellt, als der Titel Fensterbilder zu mir fand. Eine weite Fläche, auf der ganze Erlebnisse sichtbar werden. Bis die Scheibe zu klein wird und sich die Bilder der Ereignisse so überlagern, dass der Durchblick fehlt.
Mit der Korrektur des Feldes verschiebt sich das Bild. Aus der grossen Scheibe werden viele kleine Scheiben, jede Emotion mit eigenem Platz. Als Kind kannte ich diese alten Holzfenster auf dem Bauernhof, sechs Scheiben, im Winter davor noch einmal sechs Scheiben zwischen Innenraum und Welt.
Dadurch bekommt das Fensterbild für mich Ordnung. Ein Erlebnis liegt weniger auf einer grossen Fläche. Es wird einer Emotion zugewiesen, erhält dort Farbe, Dichte, Platz.
Eine Phase, die uns in einer bestimmten Emotion hält, lässt viele Bilder auf derselben Scheibe entstehen. Kritik, Frustration, Wut, Überforderung, Beschämung malen tief deckende Farben. Eine Aussage, ein Blick, ein Tonfall, eine Reaktion findet immer wieder diese Scheibe, sobald die emotionale Ladung ähnlich genug ist. So entsteht der fehlende Durchblick in einem bestimmten Segment. Was innerlich an dieselbe Stelle geklebt wird, überlagert sich, bis kaum noch erkennbar bleibt, was zu welchem Moment gehörte. Die Scheibe trägt dann mehr als das einzelne Ereignis. Sie trägt Wiederholung, Bewertung, alten Klang, Gewohnheit. Andere Scheiben bleiben hell. Freude, Tanz, Nähe, Staunen haben ihren eigenen Platz. Dadurch wird verständlich, weshalb ein Mensch in einem Bereich offen, weich, humorvoll reagiert, während ein ähnlicher Tonfall an anderer Stelle sofort Schwere auslöst. Das ganze Fenster ist voller Leben. Einzelne Scheiben tragen so viele übereinandergelegte Bilder, dass der Blick dort kaum noch durchkommt.
Die Führung Fensterbilder
Die geführte Visualisierung Fensterbilder lädt dich ab Sonntag in einen inneren Raum ein, in dem sich fest gewordene Eindrücke bewegen dürfen. Was dich im Moment beschäftigt, zeigt sich dort aus einer anderen Perspektive. Gefühle, Erinnerungen und innere Bilder können neu miteinander in Beziehung treten. Tauche in die Farbenpracht deiner inneren Bilder.
Die neue geführte Visualisierung findest du auf YouTube sowie auf meiner Webseite. Das vollständige Oktober-Channeling mit der ersten Vertiefung zur Überlagerung findest du im Blog der letzten Woche: Fensterbilder — die Mechanik der Überlagerung.
Ich lade dich herzlich ein, diesen Oktober mit mir weiter durch die Fensterbilder zu gehen.





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