Warum heile ich nicht? Bewusstsein, Sein und eine andere Wirklichkeit

Die Rollen im Spiel des Lebens mit allen Figuren
Der August wurde zu einem Monat mit einem Thema, das sich in immer tiefere Schichten geschraubt hat.
Wir haben begonnen mit dem Licht — mit der Frage, was bereits im Feld existiert, lange bevor wir es empfangen. Dann kamen die Figuren. Das Spiel, in dem jede Rolle ihre Berechtigung hat. Die Figur im Ausdruck von Kampf und Ablehnung. Die Figur im Ausdruck von Schmerz.
Wenn du diese Blogs noch nicht gelesen hast, kannst du sie hier finden.
Diese Woche hat das Feld etwas gestellt, das alle bisherigen Impulse des Monats in einen gemeinsamen Boden setzt: Wir sind Erzengel. Wir wissen es nur nicht. Und genau darin liegt der Kern von vielem, was uns leiden lässt.
Die Zerrissenheit — der Ausgangspunkt
Lass uns eintauchen mit einer Frage, die viele kennen, aber selten aussprechen: Was tust du, wenn jede Entscheidung eine schlechte ist?
Ja bleiben kostet die eigene Kraft. Gehen bringt die Schuld, den anderen leiden zu lassen. Die Zerrissenheit, die daraus entsteht, wird zur unausweichlichen Herausforderung. Zum ehrlichen Erleben einer Situation, die keinen einfachen Ausweg kennt.
Das Feld hat dazu gesprochen:
♾️✍🏼 Viele Rollen verstehen sich als angenommen und zugewiesen. Viele Funktionen entstehen aus Ängsten des Überlebens und der Existenz — und sind nicht auf dem Boden des eigenen Seins basiert. Das Universum würfelt nicht. Du hast die freie Wahl. Wozu kannst du zustimmen? Wo wäre es ratsam, Beurteilungen zu unterlassen — um dich selber wohler zu fühlen und die Zustimmung neu zu überdenken? ✍🏼♾️
Die Beurteilung von dir selbst — darin liegt der Schlüssel. Das All-Eins trägt auch dort, wo die eigene Kraft nicht mehr reicht.
Wir sind Erzengel — das vergessene Bewusstsein
Auf diese Zerrissenheit folgte eine Aussage, die zunächst unvorstellbar klingt.
♾️✍🏼 Als Menschen seid ihr alle Erzengel. Die bekannten Erzengel — jene, die ihr dafür haltet — waren im Menschwesen grosse Krieger, die lehrreiche Erfahrungen in Strategie und Planung machen durften. Diese Erfahrungen sind auch später im All-Eins gute Ratgeber und Wegweiser für weitere Entwicklungen. ✍🏼♾️
Was bedeutet das?
Jede Seele, die inkarniert ist — die im Körper Erfahrungen auf der Ebene der Gefühle macht — befindet sich auf der Ebene des Erzengels. Schmerz, Kampf, Last, aber auch Freude, Liebe, Freundschaft. Diese Erfahrung beginnt bereits im Mutterleib. Universelles wissen erweitert sich in der Materie mit dem Fühlen.
Eine Seele ist eingebettet in einer unzerstörbaren Energie von Liebe und Geborgenheit. Wut, Schmerz und die ganze Vielfalt an Emotionen kennt sie nur aus Beobachtung. Wir können es fühlen. Und genau das macht uns zu Erzengel. Wenn du jetzt weiter denkst, hast du recht.
Die bekannten Erzengel haben auch gelitten. Auch gekämpft. Auch getragen. Doch bekannt und wahrgenommen werden sie heute als Krieger, die durch ihre Erfahrung zu Wegweisern wurden.
Wir sehen uns jedoch nur in den Figuren der Schwerarbeiter und Leidenden, die im Mangel an Erlösung von aussen stehen. Wir haben das Bewusstsein nicht, dass wir es auch wären. Scheuen uns vor der Grösse und Macht dieser Vorstellung. Und darum leiden wir — nicht an den Umständen allein, sondern daran, dass wir nicht wissen und annehmen, was unser Sein ist.
Warum heile ich nicht? Die Frage nach den Fähigkeiten würde ich sehen.
Fast unweigerlich entsteht die nächste Frage: Wenn wir auf der Ebene des Erzengels sind — warum können wir dann nicht einfach heilen? Warum können wir Dinge nicht durch Gedanken und Vorstellungen verändern? Wenn wir Engel sind, müsste es uns möglich sein, auch über Wasser zu gehen, Nahrungsmittel zu vermehren, wie in den Sagen.
Die Frage dabei ist nicht, ob wir es könnten oder nicht. Solche Antworten liegen ganz allein im Ego. Wenn bewiesen werden muss, dass es geht — entspringt diese Energie nicht aus Liebe und Wohlwollen. Sie liegt im Beweis, in Machtvorstellungen. So kann sie nicht funktionieren.
Unser Leid liegt in Ebenen von Bitten und Gebeten, aus Gefühlen des Mangels und des Schmerzes. Erfahrungen, die auch Erzengel gemacht haben, während sie inkarniert waren — genau so wie wir es tun.
Um diese Gaben und Fähigkeiten wirklich nutzen zu können, braucht es eine gewisse Gleichgültigkeit — wie wir sie aus der Frequenzenergie immer mehr kennenlernen dürfen. Und ein Bewusstsein, dass wir nicht der Körper sind. Dass unser Körper das Werkzeug ist, das Erfahrung in vielen Schichten ermöglicht.
Ob diese Erfahrung verändert werden kann oder muss, hängt vom eigenen Sein ab. Von unserem Bewusstsein — und welche Erfahrung dieses beinhaltet. Das hat Zusammenhänge mit der Quantenphysik, die wissenschaftlich inzwischen in vielem belegbar ist. Mit Spinnerei als das es häufig bewertet wir, hat es allerdings nichts zu tun.
Schutz — das Missverständnis und die Wiederanbindung
Als ich klein war, lebte ich mit meiner Pflegefamilie in direkter Nachbarschaft zur Kirche. Oft wenn ich die Pflegemutter in den Gottesdienst begleiten musste, musste ich weinen. Aus einem ganz anderen Ort heraus, nur hat sie das damals anders gedeutet. Es blieb mir unverständlich, warum Menschen dorthin gehen, sich dieses Donnerwetter anhören und mit noch mehr Schuld nach Hause gehen. Sie hat meine Reaktion als Erkenntnis meines Ungehorsams gelesen. Damals fehlten mir die Worte dafür.
Heute kann ich es.
Vieles von dem, was wir über Schutz, Führung und Gottheit gelernt haben, trägt ein Bild in sich — eine Kraft ausserhalb von uns. Eine Kraft, die ihre Gunst an Bedingungen knüpft. Zuneigung, die verdient werden soll.
Wir suchen Verbindung, Liebe und Schutz — weil wir uns von genau dem getrennt fühlen, was wir im Kern sind. Neale Donald Walsch schreibt in seinen Gesprächen mit Gott: «You got me all wrong» „Ihr habt mich alle missverstanden." Das Konzept des Übervaters — der Respekt, Ehrfurcht und Gehorsam erwartet — ist das Missverständnis. Walsch beschreibt es direkt: Gott will diese Rolle gar nicht. Sieht sich nicht darin. Der Impuls, den er in die Welt stellt, ist ein anderer — Freundschaft. Die Energie, aus der alles entsteht, und zu der wir alle gehören. «Wir sind alle eins.» «We are all one.» Das Feld sagt es direkt:
♾️✍🏼 Durch eure Ebene sind wir hier zu eurem Schutz, zu euren Erkenntnissen und zum Öffnen eurer Bewusstseinsebenen. Seid ihr geöffnet in den Kräften des All-Eins, seid ihr geöffnet im Wissen, was ihr seid — dann habt ihr die Gabe, alle Figuren in ihren zugewiesenen Rollen zu sehen. ✍🏼♾️
Dieser Schutz entsteht in der Wiederanbindung an das, was wir bereits sind. Unser Sein ist eine Gottesenergie. Das All-Eins gibt Stabilität, Zugehörigkeit, Schutz und die Fähigkeit zu empfangen, was jenseits der Materie liegt. Der grösste Reichtum liegt im Gefühl. Die Materie schenkt Erfahrungen. Das Ego brauchen wir in einer egobasierten Welt. Sonst würden wir an unserem Umgang miteinander kaputt gehen. Auf der All-Eins-Ebene aber finden wir das Fundament, das wirklich trägt.
Die Rollen — und das Geschenk im Leid
♾️✍🏼 Viele Rollen verstehen sich als angenommen und zugewiesen. Viele Funktionen entstehen aus Ängsten des Überlebens und der Existenz und sind nicht auf dem Boden des eigenen Seins basiert.
Alles, was das irdische Leben ausmacht, beruht auf einer Wahl — Neugier und Zustimmung. Findet euer Sein, euren Platz, eure Figur in eurem Leben — mit Zustimmung und Neugier? Findet sie Liebe und Vertrauen im Umfeld? Wenn das nicht so ist, sollten vielleicht die Fragen neu gestellt werden: Wozu kannst du zustimmen? Wo wäre es ratsam, Beurteilungen zu unterlassen — um dich selber wohler zu fühlen und die Zustimmung neu zu überdenken?
Das Universum würfelt nicht. Du hast die freie Wahl. Wo im Spiel stehst du? ✍🏼♾️
Wer die Figur als das sehen kann, was sie ist — löst den Widerstand in ihr auf.
In der Rolle „Ich muss meinen Körper vor Überforderung schützen" wird er immer unbeweglicher. In der Rolle „Er ist mein Werkzeug, mit dem ich Erfahrungen machen kann" und im Erkennen, welche Erfahrungen er nicht machen kann, öffnet sich der Weg für die Erfahrung, die möglich ist. Ich tue nicht mehr Dinge, die ich nicht kann, und leide. Ich freue mich an dem, was ich kann, und mache das gerne. Alles andere fällt weg, was zu Wohlsein führt.
Manchmal verlässt jemand die Welt viel zu früh. Hinterlässt Familie, Kinder umstände in denen er dringend gebraucht würde. Das Herz muss es verstehen sonst leidet es weiter.
Doch wenn jemand früh geht, unerwartet, in jungen Jahren viel zu früh aus dem Leben gerissen wird — könnte es sein, dass er alle seine Erfahrungen, die er machen wollte, gemacht hat? Könnte es sein, dass er die Rollen erfüllt hat, die er zum Geschenk machen wollte? Was wäre, wenn seine To-do-Liste ihren Abschluss fand? Die Erfahrungen gemacht und die Geschenke gegeben wurden? Möglicherweise liegt eines dieser Geschenke gerade im Tod selbst. Und somit wird sein Leben zu etwas, das sein Ende in Würde gefunden hat.
So sei es. 🤍
Ein Monat. Vier Wochen. Ein Bogen, getragen durch das Erkennen, was wir an Erfahrungen in uns tragen.
Das Spiel des Lebens mit allen Figuren geht weiter. Im September wartet das nächste Thema aus dem Feld.
Das Übernehmen von Energien
Möchtest du tiefer in das gehen, was hier angesprochen wurde?





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